Bootsantrieb – Interessengemeinschaft Alte Süderelbe e.V.

Bootsantrieb – Interessengemeinschaft Alte Süderelbe e.V.

Seitdem der „Lange Tag der StadtNatur” in Hamburg angeboten wird, nimmt die ias mit seinen Paddeltouren als Veranstalter an diesem großartigen Naturevent teil. Unter dem Titel „Zwischen Containerbrücken und Airbus-Landebahn” vermittelt die ias  vom Wasser aus, wie sich Natur auch in einer Großstadt ihre Nischen sucht, welche spezielle Rolle die Alte Süderelbe (AS) für Hamburg spielt und spielen könnte und in welchem Maße die ias in Sachen Naturschutz und Umweltpädagogik unterwegs ist. Durch die Teilnahme eines Mitglieds der NKG HNUI an dieser Veranstaltung, wurde ein Förderantrag für einen Bootsantrieb an uns weitergeleitet.

Die AS ist aus mehreren Gründen von zentraler Bedeutung für den Talraum:

  • Die AS bietet bereits als Binnengewässer einen einzigartigen Lebensraum für diverse (seltene) Pflanzen- und Tierarten. Eine geregelte Öffnung und ein dadurch erneut entstehendes Süßwasserwatt würde darüber hinaus ein erhebliches Entwicklungspotential versprechen
  • Die AS dient als Wasserreservoire für ein Grabensystem bis ins Alte Land hinein
  • Historisch war die AS der eigentliche Elbhauptarm, der aus wirtschaftlichen Interessen zu einem Nebenarm wurde

Umweltpädagogische Projekte oder Exkursionen, bei denen es sich um das Verständnis von Natur­ und gewachsenen Kulturlandschaften des Talraums und deren Verzahnung dreht, lassen sich ohne Einbeziehung der AS als Beobachtungs- und Erlebnisraum nur unvollständig realisieren. Gleichzeitig bringt die Erkundung bspw. mit Paddelbooten eine erhebliche Störung des Naturraums mit sich. Ziel war es also, einen Lernort zu schaffen, der die Natur möglichst wenig stört, gleichzeitig aber einer größeren Gruppe von Menschen die Möglichkeit der Beobachtung gibt. Dieses Ziel wurde durch die Bereitstellung eines Beobachtungsbootes für 8-10 Personen umgesetzt. Das Boot wird auch zum Monitoring bspw. durch andere Institutionen oder Naturschutz-verbände genutzt. Das Boot wurde in den letzten Jahren auf Finkenwerder sukzessive von einem Bootsbaumeister gebaut und muss mehrere außergewöhnliche Voraussetzungen erfüllen:

  • Die Wasserstände, die teilweise nicht über 50cm liegen, erfordern einen extrem geringen Tiefgang
  • Eine ausklappbare Heckklappe soll auch Menschen mit Behinderungen eine Bootnutzung ermöglichen
  • In der Höhe verstellbare Sichtluken, sollen unterschiedlich großen Menschen eine problemlose Naturbeobachtung ermöglichen.

 Der für den Antrieb erforderliche Motor, wurde zu 100% durch die NKG HNUI gefördert.

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